Die Geschichte des CSU-Ortsverbands Schäftlarn

Am 3. März 1961 wurde im Gasthof zur Post in Ebenhausen der CSU-Ortsverband Schäftlarn gegründet. Vorsitzender wurde Gerd Erlinghagen; weitere Vorstandsmitglieder waren Michael Bauer, Gisbert Cascorbi,Fritz Spennemann und Eva Wittmann. Ein Jahr zuvor hatte sich bereits ein loser Kreis von Personen, die der CSU nahe standen – sich aber vornehmlich nur für Kommunalpolitik interessierten – gebildet. Erstes Mitglied war Max Roth, der dann das Amt des Schriftführers übernahm.

Anfangs wuchs die Mitgliederzahl nur langsam: Zu den sieben Gründungsmitgliedern von 1961 kamen bis 1965 noch vier weitere Mitglieder hinzu. Bis 1968 gesellten sich schon 30 Bürgerinnen und Bürger zum CSU-Ortsverband und zehn Jahre später waren es schon mehr als 100. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in den 60er Jahren der Schäftlarner Ortsverband noch die Gemeinden Baierbrunn und Icking mitbetreute, wo dann durch die intensive Arbeit von Wilhelm Krohn eigene Ortsverbände entstanden.

Bei den Kommunalwahlen 1966 trat die CSU erstmalig mit einer eigenen Liste an und erreichte auf Anhieb vier Sitze im Gemeinderat. Mit Wilhelm Krohn als Ortsvorsitzendem (ab 1966) zeigte sich der CSU-Ortsverband in der Öffentlichkeit stärker präsent. Neben bundes-, landes- und kommunalpolitischen Veranstaltungen kam auch das Gesellige nicht zu kurz: Der Faschingsball der CSU beim Dröscher war immer „gsteckt voll“.

Anfang der 70er Jahre kam die CSU Schäftlarn in unruhige Gewässer: Der Ortsvorsitz wechselte zuerst auf Franz Trell und dann auf Josef Blobner; das Kandidatenkarussell der einzelnen Listen für die Kommunalwahl 1972 drehte sich rasant; der erhoffte Bürgermeisterwechsel misslang jedoch. Der darauf folgende schnelle Mitgliederzuwachs war der innerparteilichen Solidarität nicht gerade förderlich. Hinzu kam, dass die Gemeinde Schäftlarn seit 1972 im Zug der Gebietsreform vom aufgelösten Landkreis Wolfratshausen in den Landkreis München eingegliedert wurde.

1978 übernahm Dietloff von Schmidt den Ortsvorsitz und festigte wieder die Stellung der CSU in der Gemeinde. Die CSU Schäftlarn wurde zum Ansprechpartner für alle Gemeindebürger zu Fragen der Bundes-, Landes- und Gemeindepolitik. Mit Johann Berger stellte sie von 1984 bis 1996 den 2. Bürgermeister in der Gemeinde Schäftlarn. Ab 1986 führte Ursula Kober den CSU-Ortsverband Schäftlarn. Sie konsolidierte den Ortsverband weiterhin und organisierte eine Reihe hochkarätig besetzter Veranstaltungen. Ein wichtiges Anliegen war, das Gespräch mit den Bürgern und Vereinen zu suchen.

1995 trat Dr. Matthias Ruhdorfer die Nachfolge als Ortsvorsitzender an. Ursula Kober wurde wegen ihrer großen Verdienste um den Ortsverband einstimmig zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Bei den Kommunalwahlen 1996 verfehlte zwar Dr. Matthias Ruhdorfer in einer Stichwahl gegen den seit 1974 amtierenden Bürgermeister knapp das Ziel. Der große Durchbruch kam aber dann bei den Kommunalwahlen 2002: Bei drei Gegenkandidaten schaffte er in einer Stichwahl den Sprung auf den Bürgermeisterstuhl und wurde bei den Kommunalwahlen 2008 und 2014 jeweils in einer Stichwahl deutlich in seinem Amt bestätigt. Neben Bürgermeister Ruhdorfer ist die CSU mit acht der 21 Sitze im Gemeinderat vertreten.

Nach dem bereits Anfang der 70er Jahre gegründeten Ortsverband der Jungen Union gibt es mittlerweile in Schäftlarn auch einen Ortsverband der Senioren Union. Diese beiden Organisationen suchen in Zusammenarbeit mit der CSU das Gespräch mit der jüngeren bzw. älteren Generation.